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German Church School

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Langjährige Partner zu Gast

2016-02-11-Braunschweig-Hempel-GoetzBesuchsgruppe vom Braunschweiger Dom zu Gast in der German Church School

Es war so etwas wie eine Staffelübergabe. Seit über einem Jahr ist unser langjähriger Freund Pfarrer Joachim Hempel im Ruhestand. Jetzt hat er seine Nachfolgerin, Dompredigerin Cornelia Götz, zu ihrem ersten Besuch an der German Church School begleitet. Und mit ihnen kamen gleich weitere zehn kirchlich und politisch engagierte Menschen aus Braunschweig.

„Wir danken Ihnen sehr für die bewegende und engagierte Gastfreundlichkeit. Gleich zu Anfang unserer Reise haben wir ein Stück von Äthiopien intensiv und eingehend kennengelernt“, fasste Pfarrerin Cornelia Götz ihre Eindrücke zusammen. in dem dreistündigen Besuch der Gruppe aus Braunschweig wurden die Gäste eingehend über die Situation der Gemeinde, der Schule und den Entwicklungsstand von Äthiopien im Allgemeinen informiert Ato Teklu, der Schulleiter informierte sie in einem kurzweiligen Rundgang über das Schulgelände und danach war auch genügend Zeit erste äthiopischen Spezialitäten zu probieren.

Ein Schwerpunkt des Interesses galt dem noch jungen HIV-Selbsthilfeprogramm. In regelmäßigen Abständen treffen sich Mütter, die entweder selbst an Aids erkrankt sind oder erkrankte Kinder haben. In Gesprächen wird einander geholfen, eine kleine gemeinsam gesammelte Kasse kann kurzfristige Unterstützung bieten. Freimütig erzählten die Mütter den Besuchern über ihr Schicksal, Behandlungsmöglichkeiten und Alltagssorgen. „So etwas hätte es vor fünf Jahren noch nicht gegeben. HIV wurde in Äthiopien verschwiegen, verdeckt, ja sogar verleugnet. Wir freuen uns, dass die Familien offener mit der Krankheit und ihren Folgen umgehen. Das hilft auch uns als Schulleitung, gezielter zu helfen“, betonte Direktor Ato Teklu.

Seit Jahrzehnten unterstützt die Domgemeinde aus Braunschweig durch beeindruckende Spenden die German Church School. „Mir liegt sehr daran, dass das weitergeht. Die Schule hier braucht verlässliche Partner, die auch bereit sind, in die Struktur zu investieren. Hier hat sich doch ein Projekt von besonderer Nachhaltigkeit entwickelt, das ist doch Entwicklungshilfe im besten Sinne“, begründete Domprediger em. Joachim Hempel sein Engagement.

Pfarrerin Anja Jacobi und Pfarrer Karl Jacobi dankten der Gruppe für die ganze Domgemeinde und allen Engagierten in Braunschweig. „Ohne Sie als zuverlässige Freunde wäre vieles hier nicht möglich gewesen. Eine ganze Reihe von Kindern konnten wir dank ihrer Hilfe fördern, eine Vielzahl von kleinen und großen Projekten verdanken ihre Durchführung den Spenden aus Braunschweig“, bat Pfarrer Jacobi nach Deutschland mitzunehmen.

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